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Corona-Hilfen sollen bis Ende März verlängert werden

Veranstalter, Reiseanbieter und Schausteller besonders betroffen

Eigentlich sollte sie zum Ende des Jahres auslaufen, nun soll eine Verlängerung der Überbrückungshilfe geplant sein. Viele Veranstalter, Reiseanbieter oder Schausteller trifft die Pandemie weiterhin hart.

Die Corona-Hilfen für Selbstständige und Unternehmen sollen um drei Monate verlängert werden und somit bis Ende März 2022 laufen. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Länder vom Mittwoch für die am Donnerstag anstehenden Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Lage hervor. „Die Überbrückungshilfe ist neben den Regelungen zum Kurzarbeitergeld (verlängerte Bezugszeit, erleichterter Zugang) das wichtigste Instrument, um besonders von der Pandemie betroffenen Unternehmen zu helfen“, heißt es in dem Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Die Pläne kommen nicht überraschend. Zuletzt gab es angesichts von Rekord-Neuinfektionen und wieder stärkeren Einschränkungen zur Virus-Eindämmung bereits entsprechende Signale aus der Politik. Die Länder äußern in dem Papier gegenüber der künftigen Bundesregierung die Erwartung, dass die Kosten zur Hälfte zwischen Bund und Ländern geteilt werden. Im Bund wird momentan über die erste Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP verhandelt.

Besonders stark von der Pandemie getroffene Firmen können im Rahmen der Hilfen einen Großteil ihrer Fixkosten ersetzt bekommen. Das dürfte derzeit vor allem auf Veranstalter, Tagungshotels, Reiseanbieter und bestimmte Gastronomiebetriebe zutreffen.

In einer Unterlage für die SPD-Fraktionssitzung an diesem Mittwoch heißt es, mit dem Kurzarbeitergeld seien Millionen von Arbeitsplätzen gerettet worden. „Auch dieses krisenerprobte Instrument wollen wir über den Jahreswechsel hinaus verlängern.“ Dazu gebe es Gespräche mit der geschäftsführenden Regierung und den Ampel-Fraktionen.

Quelle: RP Online vom 17.11.2021

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